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Stell dir vor, das gesamte öffentliche Leben einer kleinen Stadt in Westdeutschland wurde fotografisch dokumentiert – von 1946 bis heute. Eben das liefert das Buchprojekt „Eine Stadt auf Fotopapier“ und zeigt auf, wer wir wurden, wer wir heute sind.
Finanzierungszeitraum
15.10.13 - 09.11.13
Mindestbetrag (Startlevel): €
4.500 €
Stadt
Berlin
Kategorie
Fotografie
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01.11.2013

Portraits einer Jugend

Ruben Pfizenmaier
Ruben Pfizenmaier1 min Lesezeit

Außer den unzähligen Klassen, Hochzeiten und Traurfeiern, Taufen, Familien- und Schützenfesten machten Richard und Eberhard Püscher auch Portraitaufnahmen. Über die Jahre 1946 bis ind die 1990er Jahre sind so Bilder vieler Generationen entstanden, welche die Lebensgefühle der BRD einfangen.

"Kunden, die sich zu Zeiten des Ateliers im Vorraum der Wohnung porträtieren ließen, waren meist jung. Eberhard Püscher war bekannt dafür, dass er die Porträtierten so in Szene setzen konnte, wie sie sich selbst wahrnahmen. Auch Hans-Jürgen Driemel ließ sich als Jugendlicher im Atelier von Eberhard Püscher ablichten. Er erinnert sich: 'Ich weiß nur noch, dass da der graue Vorhang war, vor den man sich setzte, damit man einen neutralen Hintergrund hatte, und das Ganze war schon merkwürdig, man wollte auch wieder weg. Man war in einem Beritt, wo man das Gefühl hatte, es ist fast nicht legal, da zu sein. Aber, sich von Püscher fotografieren zu lassen und eben nicht von den zwei oder drei anderen Konkurrenten in Alfeld, das war etwas Besonderes. Denn es kam immer etwas Anständiges dabei heraus, etwas, das zu 100 Prozent den Lebensentwürfen unserer Jugend entsprach.'" (Auszug aus Melanie Huber, "'Auf Lucke, bitte!‘ Eine Spurensuche").

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30.10.13 - „Eine Stadt auf Fotopapier“ – Annett...

„Eine Stadt auf Fotopapier“ – Annett Gröschner und Simon Schwinge (Herausgeber). 170 Seiten (Softcover), Format 180 mm auf 320 mm – ein ungewöhnliches Format, dass die Fotografien voll zur Geltung bringt. Gedruckt in hochwertiger Schwarz-Weiß-Optik und auf erstklassigem Papier. Satz und Gestaltung stammen von fortgeschrittenen Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim unter Leitung von Prof. Dominika Hasse. Die Stadt Alfeld in Niedersachsen besitzt etwas, das sie vor anderen westdeutschen Städten auszeichnet – eine fast lückenlose Dokumentation ihres Alltags. Der Nachlass zweier Fotografen – Vater und Sohn, Richard und Eberhard Püscher – umfasst die Zeit von 1946 bis in die 1990er Jahre. Jene fünf Jahrzehnte, für die sich heute der Begriff der „alten Bundesrepublik“ durchgesetzt hat.Das Buch „Eine Stadt auf Fotopapier“ macht diese einzigartigen Fotografien erstmals zugänglich. „Eine Stadt auf Fotopapier“ ist eine kommentierte Bestandsaufnahme und erzählt die Geschichte der Bilder und der Menschen und macht so Geschichte sichtbar. Das Buch umfasst sowohl umfangreiche Bilderstrecken zu einzelnen Themen, als auch zahlreiche Texte, die den Menschen auf den Bildern nachforschen, sich mit fotohistorischen Fragen auseinandersetzen und die Biographie der beiden Fotografen beleuchten.

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Eine Stadt auf Fotopapier
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