Nachdem die Leipziger Buchmesse ausgefallen ist, sind mir sämtliche textliche Auftragsarbeiten, deren Verträge ich zwei Mal jährlich auf den großen Buchmessen akquiriere, weggebrochen.
Das Geld, das ich jetzt nicht verdiene, fehlt doppelt und dreifach: Meine Kund*innen sind in der Regel Kleinunternehmende, die wegen der Corona-Krise selbst schwimmen müssen. Die Auftragslage kann sich erst erholen, wenn sich jeder einzelne Freelancer erholt hat.
Ich möchte vorrangig darauf aufmerksam machen, wie viele Solo-Selbstständige gerade um ihre Existenz bangen. Neben finanziellen Verlusten, eventueller Verschuldung und ggfs Sozialhilfe-Antrag geht für Menschen wie mich eine krasse Angst mit der Corona-Krise einher. Wann werde ich wieder Aufträge haben? Müssen nicht meine Kund*innen zuerst Aufträge kriegen, um sich zu erholen und schließlich mich beauftragen zu können? Wie lang ist diese Kettenreaktion, bis ich keine Angst mehr haben muss?
Ich habe es nicht ganz vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft, aber von einer Fast-Obdachlosen bis hin zu einer Unternehmerin, die nicht nur Kunst produziert, sondern anderen Autorinnen und Autoren mithilfe von Coachings, Lektoraten, Buchsatz und freiem Content z.B. zu Steuerthemen unter die Arme greift. Für dieses Jahr war sogar ein Arbeitsplatz angedacht, die Veröffentlichung meines Jugendbuchs über Mobbing und Musik – all diese Pläne sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Das tut weh.
Das Geld ist eine absolute Notlösung und dient einzig und allein für laufende Kosten (Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel, die mir eine Bekannte liefert, da ich selbst das Haus nicht verlassen darf). Jeder Euro hilft, damit ich über die Runden kommen kann – betonen muss ich allerdings auch, dass jeder Euro auch allen anderen künstlerisch tätigen Freelancern hilft!
Hi, ich bin Kia.
Ich schreibe Bücher, in denen die Protagonisten ihre eigenen Widersacher sind. Mit Hanover's Blind habe ich gleich zwei Veröffentlichungen über Startnext verwirklicht: Das Buch im Herbst 2018 und zu Weihnachten 2019 das Hörbuch.
Dann gibt es noch "die Krankheitensammlerin", mein Debüt aus 2016, und derzeit habe ich ganze drei fertige Manuskripte in der Schublade.
Ich liebe, was ich tue und will eigentlich nur mein allergrößtes Hobby ausleben: Arbeiten und Schreiben.